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“Gibt es das eigentlich noch, dieses Phänomen der Gesamtkünstlerin? Scheint so.“
Jazz thetik

Magdalena Ganter ist eine Grenzgängerin. Sie liebt das Spiel mit den Brüchen und den Extremen. Egal ob freigeistige Comedienne, sehnsüchtig Liebende oder kindliche Lebensfreudeversprüherin, in ihren Liedern schlüpft sie in viele Rollen, bleibt dabei aber immer ganz sie selbst.
Man muss die Künstlerin live erleben! Ihre Performances strotzen nur so vor unbändiger Energie. Radikal ehrlich und feinfühlig, stimmgewaltig und leichtfüßig zugleich, eben immer zwischen Stille und Spektakel, gibt sie sich auf der Bühne ganz der Musik und dem Moment hin. Dieser Kraft kann man sich nur schwer entziehen. Wieso auch. Ist sie doch Seelenbalsam in einer Welt, die zunehmend aus den Fugen gerät.

„Fakt ist, sie hat eine beeindruckende Bühnenpräsenz!“, hieß es bei Arte Concert.

Für ihr Debütalbum Neo Noir (VÖ:2021) wurde die Sängerin und Songwriterin mit ihrer Mischung aus Chanson, Cabaret Noir und Jazz im Stile der 1920er-Jahre vom Publikum frenetisch gefeiert – und auch von der Presse gelobt und prämiert. So erhielt Ganter für ihr Erstlingswerk den renommierten Preis der Deutschen Schallplattenkritik, während Auftritte sie in TV-Formate wie Concerts (arte), Kulturzeit (3Sat), Szene (ZDF), Hauptquartier (TV-Noir) oder Kunscht (SWR) führten.

Am 26.02.2027 erscheint MARLENE, das dritte Studioalbum von Magdalena Ganter!

„Aus Anstand!“, antwortete Marlene Dietrich einst auf die Frage, warum sie Antifaschistin sei.
Die legendäre Film-Diva und queere Stilikone war während und nach der NS-Diktatur unermüdlich im Einsatz für Freiheit, Demokratie und Selbstbestimmung. 

Im Jahr 2027 jährt sich ihr Todestag zum 35. Mal. 

Inspiriert von Dietrichs Haltung und Engagement setzt Ihr die Künstlerin Magdalena Ganter anlässlich dieses Jubiläums ein Denkmal und vertont für MARLENE größtenteils unbekannte Gedichte der Widerstandsaktivistin.

Ganter setzt sich dabei mit der Frage auseinander, was die für sie so inspirierende Vorreiterin der Unabhängigkeitsbewegung für ihr eigenes Sein und die Emanzipation im Heute bedeutet.
Daran anknüpfend sind eigene Songs entstanden, die auch ihre persönliche Lebensrealität als freischaffende Künstlerin und Mutter von zwei Kindern thematisieren.
Sie fordert Chancengleichheit und Zivilcourage und setzt mit ihrer Musik ein Zeichen für Vielfalt und ein friedliches Miteinander.

Musikalisch bewegt sich Magdalena Ganter gewohnt spielerisch zwischen Chanson, Pop und Jazz samt drum´n bassartig pulsierenden Beats. Mit ihrer warmen, souligen Stimme läd sie uns ein auf einen groovigen Trip in einen verruchten Jazzclub nach Mitternacht. Die Frage, welche Haltung Kunst heute einnehmen kann, stellt sich hier längst nicht mehr.

Auf ihrem aktuellen Album TRANSIT feiert die Künstlerin die Übergänge und Umbrüche des Lebens. Unterwegssein, im Wandel sein, im Transit sein,– all das fasst der Titel zusammen und spiegelt damit auch die Lebenswirklichkeit der Schwarzwälder Künstlerin der letzten Jahre wider.

Denn zwischenzeitlich hat Magdalena Ganter nicht nur ihre Wahlheimat Berlin verlassen, um als Mutter zweier Kinder nach Hause in den Schwarzwald zurückzukehren. Weitere Abschiede und aus diesen resultierende Neuanfänge waren ebenfalls prägend für ihr Schaffen. Ihre Leidenschaft für Cabaret und Varieté – viele Jahre stand sie selbst als singende und tanzende Darstellerin in Varietés und Theaterhäusern von Prag bis Amsterdam auf der Bühne – schimmert dabei auf Transit noch ausgeprägter durch als auf dem Debütalbum.

Eine Hommage an Ganters Idol Josephine Baker tummelt sich hier neben Süffisantem und Erotischem, während gleichzeitig – wie in jedem echten Kabarett – vor den ernsten Themen nicht zurückgescheut wird, ob jenen unserer Zeit oder den ganz persönlichen. Die verpackt die Chanteuse jedoch derart elegant und anmutig in leichte Muse, dass sie erst nach dem Hören so richtig treffen. Auf Transit zelebriert Ganter nicht nur all die Facetten des Weiblichen – gleichzeitig hält sie auch hinter den Kulissen die Fäden fest in der Hand: Zum einen mit ihrem eigenen Label Neo Noir Records, auf dem die Platte erscheint, zum anderen als Co-Produzentin. Um dem Varieté-Charme ihrer Musik gerecht zu werden, setzt die willensstarke Künstlerin dabei konsequent auf Vintage-Equipment, das die ursprüngliche, nein: urtümliche Lust als Essenz der Ganter’schen Klangwelt einmal mehr untermalt. Kein Wunder, dass diese dann auch resümiert: „Lust ist ein guter Begriff, wenn ich an diese Platte denke.“

SWR KULTUR – PORTRAIT
VITA

Geboren und aufgewachsen ist Magdalena Ganter im Schwarzwald.

In ihrem künstlerischen Schaffen bewegt sie sich an der Schnittstelle von Musik und Theater. Eine wichtige Inspirationsquelle bildet dabei stilistisch die Epoche der 1920er Jahre.

An der Universität der Künste Berlin studierte sie Gesang, Tanz & Schauspiel und erhielt dort 2010 für ihre OneWomanPerformance Wädermaidli hän dicki Köpf das Diplom mit Auszeichnung.Im Anschluss tingelte die Vollblutperformerin als singende und tanzende Darstellerin für ein paar Jahre zwischen Wien, Prag, Amsterdam und Berlin von Theaterhäusern zu Varietézelten, ehe sie sich ihrer kompositorischen Tätigkeit widmete.
2011 gründete sie das Artpoptrio Mockemalör, mit dem sie drei Alben veröffentlichte.  Konzertreisen führten es durch den gesamten deutschsprachigen Raum, Georgien und China.
Von 2016 bis 2023 hatte Ganter einen Lehrauftrag für „Bühnenperformance und Aufführungspraxis und Gesang“ an der Berliner SRH Berlin School of Popular Arts inne.
Seit 2018 tritt Magdalena Ganter mit ihren Liedern unter ihrem eigenen Namen auf. 2020 hatte sie dazu die musikalische Leitung von Pippi Langstrumpf am Theater Freiburg inne, wozu sie auch die Musik komponierte.
Ihr Debütalbum Neo Noir erschien im Februar 2021 und wurde u.a. mit dem Preis der Deutschen Schallplattenkritik ausgezeichnet, während Auftritte sie in TV-Formate wie Concerts (arte), Kulturzeit (3Sat), Szene (ZDF), Hauptquartier (TV-Noir) oder Kunscht (SWR) führten.
Sie ist Hauptpreisträgerin des Kleinkunstpreises Baden-Württemberg (2020), Stipendiatin der Kunststiftung Baden-Württemberg (2019), Förderpreisträgerin des Troubadour Lied- & Chansonwettbewerb Stuttgart (2018) und wurde vom Land Baden-Württemberg (Popländ2.0), der Initiative Musik, dem Deutschen Musikrat, als auch dem Berliner Senat – Kultur in Europa gefördert.

Magdalena Ganter lebt mit ihrer Familie auf einem denkmalgeschützten Hof von 1686 im Schwarzwald.

“Mit ihren nachdenklichen, neckischen und provozierenden Texten kreiert sie Geschichten und zieht das Publikum in den Bann.“
Pressemitteilung, Kleinkunstpreis Baden-Württemberg 01/2020

„Ob freigeistige Comedienne oder verträumte Denkerin – in ihren Songs schlüpft sie in viele unterschiedliche Rollen, bleibt dabei aber immer eins: ganz sie selbst.“
3Sat Kulturzeit

„Ihr Song „Punkerengel“ beschreibt ihre Erscheinung besser, als andere Worte es könnten, und ihre tänzerisch-theatralische Performance tut ihr Übriges.“
Kulturfestival X, Aachener Zeitung 05/2019

“So komisch wie kritisch, so süffisant wie seismographisch sensibel. Ganter, eine Mascha Kaléko des heutigen Chansons.”
Schwäbisches Tagblatt 06/2018

„Sie gehört zu den vielseitigsten Künstlerinnen in unserem Land.“

SCHALL Musikmagazin

„Sie ist mal eine freigeitige Comedienne mal eine exaltierte Diva, am Besten beidesmeistens beides, Fakt ist, sie hat eine beeindruckende Bühnenpräsenz!“

Arte Concert / Thelma Buabeng